Wie zuverlässig sind eigene Angaben von Gewicht und Grösse bei Läufern?

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Validity of Recreational Marathon Runners’ Self-Reported Anthropometric Data

Während sich Studien an großen Stichproben von Freizeitläufern häufig auf die von den Teilnehmern selbst angegebene Werte von Größe und Gewicht stützten, wurde die Gültigkeit dieser Daten für diese Population nicht untersucht.

In dieser Studie wurde daher versucht, die Gültigkeit selbst angegebener anthropometrischer Maßnahmen bei Freizeitmarathonläufern zu untersuchen.

Weibliche (n=32) und männliche (n=135) Freizeitmarathonläufer wurden gebeten, ihr Gewicht und ihre Körpergröße zu schätzen und wir berechneten ihren selbst berichteten BMI. Danach nahmen wir tatsächliche Messungen von Gewicht und Körpergröße vor und berechneten ihren tatsächlichen BMI. Die von den Teilnehmern selbst gemeldeten Werte unterschätzten ihr tatsächliches Gewicht um 0,65 kg und ihren tatsächlichen BMI um 0,35 kg/m2.

Es gab eine signifikante Interaktion für das Geschlecht sowohl für die Körpermasse als auch für den BMI, da Frauen ihr Gewicht stärker unterschätzten als Männer.

Die Teilnehmer überschätzten ihre Größe um 0,44 cm, aber die Interaktion von Geschlecht und Größe war statistisch nicht signifikant. Die Unterschätzung des Gewichts korrelierte mit der Geschwindigkeit im Marathon und dem Körperfettanteil bei Männern, nicht jedoch bei den Frauen.

Die Uneinigkeit zwischen selbst berichteten und gemessenen anthropometrischen Daten in der vorliegenden Stichprobe war geringer als zuvor für die allgemeine Bevölkerung berichtet, was darauf hindeutet, dass Marathonläufer ihre anthropometrischen Eigenschaften möglicherweise genauer selbst wahrnehmen und/oder melden.

Diese Ergebnisse sind für Fragebögen von Angehörigen der Gesundheitsberufe und Forschern (z. B. Ernährungswissenschaftler und Bewegungsphysiologen) für Freizeitmarathonläufer von praktischem Wert.

Die ganze Studie ist zu finden unter https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0031512520930159